Weiße Weihnachten

... Normalerweise

Der Winter in Würselen ist normalerweise nicht wirklich hart. Es gibt typisch eine kalte und frostige Periode manchmal mit Schnee im Januar oder in der ersten Hälfte des Februars. Das ist in der Regel alles.

Der Winter 2010/2011 fiel allerdings aus dem Rahmen. Nicht weil es extrem kalt war oder weil die Frostperiode außergewöhnlich lang war. Es gab Schnee im Dezember: Wir hatten eine „Weiße Weihnachten“.

Schnee auf der Lindener Straße

Der Traum von Weißer Weihnacht

Wie in ganz Deutschland wünschen sich die Würselener natürlich Schnee zu Weihnachten. Es macht das Weihnachtsfest irgendwie friedlicher und romantischer. Jedes Jahr ist die Frage ‚weiße‘ oder ‚graue‘ Weihnacht schon weit vor dem Fest ein Top-Thema jeder seriösen Wettervorhersage, auch im Fernsehen.

Vielleicht haben wir zu viel gebetet in diesem Jahr. Vielleicht waren unsere Kinder während des Sommers zu brav. Oder vielleicht waren wir einfach mal wieder an der Reihe: Wir hatten eine Weiße Weihnacht. Ein Weiß, das wir wohl nicht so schnell vergessen werden.

Schnee auf der Lindener Straße

Frau Holle

"Frau Holle" - oder wer auch immer dafür verantwortlich zu machen war - hat es perfekt vorbereitet. Beginnend bei starkem Schneefall bei Temperaturen um 0 ° Celsius wurde Würselen zunächst mit einer nassen Schneedecke bedeckt. Der ideale Untergrund für das kommende Schneechaos. Die Temperaturen fielen weit unter Null und der nasse Schnee gefror auf Dächern und Straßen. Und dann fiel der eigentliche Schnee für unsere Weiße Weihnacht, in der Nacht zum Heiligabend und ‚rieselte leise‘ weiter den ganzen Tag lang.

Eis unter der Schneedecke der Fronhofstraße

Am Heiligabend kam der Verkehr zum Erliegen. Die Schneepflüge konnten es nicht schaffen, alle Straßen zu räumen. Sie konzentrieren sich auf die Autobahnen und die Bundesstraßen. Die Landwirte mit ihren umgebauten Traktoren gaben ihr Bestes. Aber wir schneiten ein. Man konnte Familienväter dabei beobachten, wie sie einkauften und die Waren – insbesondere der Weihnachtsbraten auf einem Schlitten nach Hause zogen. (Wenn Sie das nicht glauben; Ich habe in Foto, das diese Szene zeigt, kann es hier aber aus Datenschutzgründen nicht zeigen.)

Schnee auf der Lindener Straße

Weihnachtsbesuche

Es war eine sehr knifflige Situation. Es fuhren keine Busse. Auch keine Chance, das Auto aus der Garage zu holen und über die Massen von Schnee in den Nebenstraßen geräumte Hauptstraßen zu erreichen. Die Lindener und die Neuser Straße waren nicht geräumt. Es war deshalb gar nicht tröstlich zu wissen, dass die Autobahnen und Bundesstraße geräumt waren, sie waren schlicht unerreichbar.

Schnee auf der Lindener Straße

Trecker als Schneepflüge

Die üblichen Weihnachtsbesuche zu den Verwandten waren ein Abenteuer, zu Fuß oder mit dem Auto. Wie kam man mit den Kindern zu ihren Großeltern, wo das Christkind sicher auch Geschenke gebracht hatte? Und noch drängender: Wie konnte man die Geschenke dann nach Hause schaffen.

Im Jahr danach wünschte sich wohl keiner in Würselen wieder eine Weiße Weihnacht.

Geräumter Bürgersteig ... wohin mit der weißen Pracht?

Bilder des Winters

Die Bilder auf dieser Seite wurden am Heiligabend und erstem Weihnachtstag in Linden-Neusen aufgenommen. Man muss sich nicht kommentieren; Sie sprechen für sich und die Weiße Weihnachten in Würselen im Jahr 2010. Es gibt noch mehr Bilder der Weißen Weihnacht in der Bildersammlung.